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MARK G. & PI-JAY BEI DER MÜNCHNER FILMWOCHE 2013

Die Münchner Filmwoche ist ein Branchentreff, bei dem die deutschen Filmverleiher im Vorfeld des Bayerischen Filmpreises und des Filmballs den Kinobesitzern ihre neuesten Produktionen für die kommende Filmsaison präsentieren.

Quick Links

20th Century Fox, Central, Concorde, Constantin, DCM, Majestic, NFP, Paramount, Prokino, Senator, Sony, Splendid, StudioCanal, Universal, Universum, Walt Disney, Warner Bros., Wild Bunch, X-Filme

FAZIT

2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003

TAG 1

Mark G.

Pi-Jay

Warner Bros.

Meine 27. Münchner Filmwoche begann mit der Tradeshow von Warner Bros., im Vorfeld gab es noch Screenings der Filme Heute bin ich blond, Song für Marion und Kon-Tiki im City-Kino, bei denen wir aber nicht anwesend waren.
Bei WB war man natürlich besonders stolz darauf, dass Der Hobbit das beste Ergebnis außerhalb Amerikas eingefahren hat, und so bedankte sich Peter Jackson artig (auf der Leinwand) über den $80 Mio.-Erfolg (and counting) in Deutschland.
Die Produzenten Max Wiedemann und Quirin Berg stellten den ersten Trailer von Jeremy Levens RomCom Liebe und andere Turbulenzen mit Nora Tschirner vor.
Es folgten der extra-lange Trailer von Gangster Squad, der Trailer von Guillermo del Toros Pacific Rim und James Wans The Conjuring. Von dem sehr vielversprechenden Gruselfilm gab es dann auch noch 5 Minuten zu sehen - das könnte ein Genre-Schmankerl werden.
Auch von Bryan Singers Jack and the Giants und Der große Gatsby gab es Trailer und erste Szenen zu sehen, Die Baz Luhrmann-Literaturverfilmung verspricht uns auf jeden Fall großartiges 3D.
Von dem Fantasyfilm The Seventh Son mit Jeff Bridges und Julianne Moore gab es erste work-in-progress Szenen zu sehen - den Film hatte ich noch gar nicht auf dem Radar.
Neben dem Men of Steel-Trailer gab es auch noch zehn Minuten aus Kokowääh 2 zu sehen, die Til Schweiger und Produzent Thomas Zickler persönlich vorstellten - ein weiterer Hit scheint vorprogrammiert.

Dazwischen gab es noch Neues von den WB-Partnern NFP und X-Filme:
NFP stellte zwei Filme mit ersten Szenen vor. Die Sportler-Doku Gold - Du kannst mehr als Du denkst hat bei mir feuchte Augen verursacht, anwesend waren die Produzenten Andreas Schneider und Hendrik Flügge sowie die Olympiasiegerin Kirsten Bruhn.
Die Promorolle von Das Leben ist nichts für Feiglinge mit Wotan Wilke Möhring kamen ebenfalls sehr gut an.
Von X-Filme gab es den Trailer zu Oskar Roehlers Familiensaga Quellen des Lebens mit u.a. Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu.
Es folgte eine Szene aus Denis Dercourts Psychothriller Zum Geburtstag. Zu guter letzt kamen die Regisseure Leander Haußmann (Mundharmonika) und Sven Regener (Gitarre & Gesang) auf die Bühne, die nicht nur erste Szenen aus Hai-Alarm am Müggelsee zeigten, sondern auch noch den Titelsong zum Besten gaben.

Nach einer gelungenen Tradeshow (als Goodie gab es die Blu-Ray von The Dark Knight Rises) ging es noch zum Weißwurstessen bei Hacker-Pschorr.

So spät ging es für uns noch nie los wie in diesem Jahr. Wir kamen erst zur Präsentation der Warner Bros. Tradeshow an, vor der noch ein kleiner Imbiss (leckere Pasta und süße Kuchen) gereicht wurde. Wie immer war die Organisation der Veranstaltung im Mathäser Kino perfekt: Es gab weder lange Schlangen bei der Anmeldung noch beim Einlass.

 

WARNER BROS.

Diesmal wurden keine Filme gezeigt, weshalb auch wir von der Fachpresse in den vollen Genuss der Tradeshow kamen. Die Warner erhofft sich ein weiteres tolles Erfolgsjahr, was – dem Hobbit sei dank – nicht unwahrscheinlich sein dürfte. Los ging es allerdings mit …

Liebe und andere Turbulenzen: Nora Tschirner ist in dieser in Paris angesiedelten RomCom die Ehefrau eines italienischen Busfahrers, der sich heimlich rührend um das attraktive Opfer eines von ihm verursachten Verkehrsunfalls kümmert. In der Wiedemann & Berg-Produktion scheint wenigstens in der Liebe Europa zusammen zu kommen.

Gangster Squad: hochkarätig besetzter Cop- & Gangsterfilm, der im Los Angeles der 1940er Jahre angesiedelt ist.

Pacific Rim: außerirdische Riesenmonster wollen die Erde zerstören, weshalb die Menschen gigantische Roboter bauen, die sie bekämpfen. Eine Mischung aus Battleship und Transformers.

The Conjuring: Haunted House Horrorfilm mit toller Besetzung (Lili Taylor und Patrick Wilson) und einer hervorragenden Kamera- und Regiearbeit. Der Trailer machte schon Appetit, die gezeigte Szene versprach dann noch mehr. Großartig!

Jack and the Giants: für Fans des Fantasy-Genres ein Muss – und auch ich freu mich drauf. Die gezeigte Szene zeigte, dass sich Action und Humor in etwa die Waage halten.

Der große Gatsby: ein Klassiker in der Literatur, wenngleich die Verfilmung mit Robert Redford in die Jahre gekommen ist. Baz Luhrmann verpasst dem angestaubten Film eine Frischzellenkur mit aufregenden Bildern und tollen Darstellern. Elegante und abgründige Ausstattungsorgie.

The Seventh Son: die gezeigten, noch unfertigen Ausschnitte lassen einen effektlastigen Fantasy-Abenteuerfilm erwarten, mit dem großartigen Jeff Bridges als Ritter, der gegen das Böse kämpft, und Julianne Moore als Königin der Hexen.

Man of Steel: wenn es jemand schafft, dem inzwischen reichlich müden Superhelden-Stoff neues, aufregendes Leben einzuhauchen, dann Zack Snyder. Die gezeigten Ausschnitte lassen zumindest auf einen tollen Look und ein paar gute Ansätze hoffen.

 

Die NFP hatte zwei besondere Filme im Angebot: 

Gold: handelt von drei Teilnehmern der Paralympics in London, von ihren Schwierigkeiten, mit ihren Behinderungen fertig zu werden, ihrem Traum, an der Olympiade teilzunehmen, und ihren Niederlagen und Triumphen. Ein warmherziger, anrührender Dokumentarfilm.

Das Leben ist nichts für Feiglinge: Wotan Wilke Möhring als Held einer schwarzen Komödie über Krankheit und Tod. Worum es in der Geschichte geht, war aus den Ausschnitten leider nicht ersichtlich, aber dank der witzigen Dialoge kam der Film mit Abstand am besten an.

 

Für X-FILME war 2012 ein aufregendes Jahr, vor allem dank Cloud Atlas und der Oscar-Nominierungen für Liebe, aber auch für dieses Jahr haben sie sich einiges vorgenommen.

Quellen des Lebens: Oskar Roehler erzählt eine über drei Generationen reichende Geschichte, die gleichzeitig die Historie der frühen BRD widerspiegelt. Ein interessantes Projekt voller kleiner und großer Dramen.

Zum Geburtstag: ein Drama über die Einlösung eines lange gegebenen Versprechens.

Hai-Alarm am Müggelsee: Leander Haußmann und Sven Regener (The Element of Crime) haben sich eine überdrehte Parodie auf Der Weiße Hai einfallen lassen. Vielleicht der erste niveauvolle Blödelfilm mit norddeutschem Humor, der wunderbar in der Spätvorstellung nach einem Besuch im Biergarten funktioniert. Als Schmankerl gab es einen netten, musikalischen Live-Gruß von Haußmann und Regner.

 

Für die Ausschnitte aus Kokowääh 2 hat die Warner sogar Til Schweiger auf die Bühne geholt. Wer den ersten Teil gesehen hat, darf sich über weitere Liebeswirren der Helden freuen.

 

Zum Abschluss (es war erst kurz nach halb neun Uhr) ging es dann noch in ein Brauhaus bei der Theresienwiese, wo zünftig bayrisch gefeiert wurde (mit einer Maß, Weißwürsten und Brezeln). Zur Oktoberfeststimmung im Saal rieselte draußen leise der Schnee…

TAG 2

Mark G.

Pi-Jay

Walt Disney

Nach einer allgemeinen Disney-Rolle begann die Tradeshow mit Anke Engelke und Christian Tramitz auf der Bühne - natürlich die Synchronsprecher von Dotty und Marlin in Findet Nemo 3D, zu dem es einen gelungenen Anti-Handy-Spot gibt.
Mit Pixar ging es auch weiter, denn es gab zwei Szenen (+Trailer) aus Die Monster Uni zu sehen, die sehr gut ankamen.
Zu meiner Überraschung gab es auch schon eine Szene aus The Good Dinosaur zu sehen, der Pixar-Produktion 2014. Mich hat das Gezeigte total angemacht (eine Welt, in der die Dinosaurier nie ausgestorben und Menschen die "Haustiere" der Dinos sind).
Danach kam Andrew Millstein von den Disney Animation Studios auf die Bühne, der die nächsten Projekte vorstellte:
So gab es fünf Szenen (+Promorolle) aus dem Cars Spin-Off Planes zu sehen, die mir allesamt besser gefielen als die beiden Originale. Eine Besonderheit ist wohl auch, dass Oliver Kalkofe sowohl in der deutschen als auch in der US-Version das Flugauto Franz von Fliegenhosen spricht. Kalkofe kam sichtlich begeistert auf die Bühne.
Es folgte ein erster Teaser von The Pirate Fairy, dem nächsten Fairies-Film nach Das Geheimnis der Feenflügel.
Disneys neuester "regulärer" Animationsfilm ist Frozen, frei nach Hans Christian Andersen, von dem es ebenfalls schon drei Szenen (hauptsächlich als Storyboard) zu sehen gab. Auf jeden Fall schön, dass das Studio den klassischen Märchenfilm nach gegenteiliger Ankündigung nun doch nicht eingestellt hat.
Zudem gab es einen minimalen Blick auf den Micky Maus-Kurzfilm Get a Horse mit einem Twist, aber Herr Millstein bat uns, diesen nicht zu verraten.
Von den nächsten Marvel-Produktionen gab es noch keine bewegten Bilder, lediglich von Thor - The Dark World gab es ein wenig Concept Art.
Disneynature bringt mit Schimpansen und Bears die nächsten Tier-Dokus, von dem letztgenannten Film gab es ein paar kurze Szenen.
Disneys Blockbuster-Hoffnung für 2014 ist natürlich Maleficent, von dem Angelina Jolie-Film gab es auch schon die ersten bewegten Bilder zu sehen, die durchaus Großes erwarten lassen.
Überproduzent Jerry Bruckheimer brachte auf der Leinwand ein "Dankeschön" über die Lippen und stellte natürlich The Lone Ranger vor, von dem es den Trailer zu sehen gab.
Von Saving Mr. Banks, dem Film über die Entstehungsgeschichte des Disney-Klassikers Mary Poppins, gab es nur Standbilder zu sehen, es steht aber schon mal fest, dass Tom Hanks optisch durchaus in die Rolle Walt Disneys schlüpfen kann (Emma Thompson mimt die Autorin P.L. Travers).
Zum Abschluss gab es noch mehr als zehn Minuten und den Trailer von Sam Raimis bildgewaltigem Die fantastische Welt von Oz.
Als Goodies gab es die DVDs von Merida und den kompletten Pixar-Kurzfilmen sowie ein praktischer illuminierter Kugelschreiber.

Micky Maus ist ein Frühaufsteher: Es ging bereits um 9.00 Uhr los mit einem Rückblick auf Findet Nemo, der in 3D wiederaufgeführt wird. Anke Engelke und Christian Tramitz alberten dazu herrlich auf der Bühne herum. Ein schöner Start in den Tag. Passenderweise ging es mit den Filmen von Pixar weiter:

Die Monster Uni – das Prequel zur Monster AG wurde mit unfertigem Material, aber auch schon fertig animierten Ausschnitten vorgestellt, die große Lust auf Mehr machen. Lustig, liebevoll gemacht, mit viel Sinn für Details.

The Good Dinosaur: in der verkehrten Welt sind die Dinosaurier die Intelligenzbestien, die Menschen hingegen ihre dummen Haustiere. Sah nett aus.

Der Disney Animationsfilm wurde von Andrew Millstein präsentiert. Los ging es:

Planes: Dusty will ein berühmtes Rennen gewinnen, obwohl er ein krasser Außenseiter ist. Das Spin-Off klingt nicht nur ein bisschen wie Cars mit Flugzeugen, sondern spielt auch in dieser Welt. Oliver Kalkhofe, der auch im Original das schizophrene Auto-Flugzeug Franz Fliegenhose spricht, berichtete von seinen Erlebnissen in Hollywood.

The Pirate Fairy spielt im Peter Pan-Universum. Großer Spaß für kleine Leute.

Frozen: Hans Christian Andersens Schneekönigin neu als CGI-Abenteuer interpretiert. Der singende und sprechende Schneemann ist ein weiterer toller Sidekick, der das Zeug hat, groß rauszukommen.

Marvel gehört ja nun auch zum Disney-Konzern, und so dürfen wir uns 2013 freuen auf:

Thor – The Dark World: nur wenige zu sehen, aber es sieht verdammt groß aus.

Die Reihe Disneynature präsentiert als nächstes Filme über Schimpansen und Grizzlys.

Maleficent: Dornröschen aus der Sicht der bösen Fee, die von Angelina Jolie gespielt wird und deren Verwandlung ein wenig an die von Darth Vader erinnert. Tolles Fantasy-Abenteuer mit aufregenden Bildern.

The Lone Ranger: Bruckheimer, Johnny Depp und viel, viel Action = Fluch der Karibik im Wilden Westen; Popkornkino par excellence

Die fantastische Welt von Oz: die acht Minuten des bonbonbunten Abenteuers mit James Franco und Michelle Williams führten uns ins Oz-Universum und waren sehr charmant und sogar etwas anrührend. Für alle, die Alice im Wunderland mochten.

Universum

Rick Kavanian forderte von der Leinwand die versammelten Kinobesitzer auf, Ritter Rost noch lange im Programm zu halten.
Nach einer Promorolle und dem Trailer zu Heute bin ich blond, kamen dessen Regisseur Marc Rothemund, die Hauptdarstellerin Lisa Tomaschewsky und die Romanautorin Sophie van der Stap auf die Bühne. Die Dramödie sieht mal wieder grundsolide aus - so wie man es vom Regisseur gewohnt ist.
Es folgten acht Minuten und der Trailer von Der Nächste bitte (1,2 Mio. Besucher in Frankreich) mit Diane Kruger und Danny Boon, der bei entsprechender Pflege auch bei uns gut funktionieren kann.
Es folgten Teaser, Trailer und Promo-Reels von Streetdance Kids, House at the End of the Street, Neil Jordans Vampirdrama Byzantium, The Crime, Broken City, erste Szenen von Machete Kills und Bait 3D - Haie im Supermarkt.
Nach dem ersten Trailer von der Bernhard Schlink-Verfilmung Das Wochenende kam dessen Hauptdarsteller Sebastian Koch auf die Bühne.
Eine der größten Überraschungen waren wohl die gezeigten Szenen von Sein letztes Rennen, ein Film, wie ihn sonst nur die Briten gut hinbekommen. Dieter Hallervorden spielt exzellent und ich bekam ein wenig feuchte Augen. Hoffentlich stellt sich der verdiente Erfolg auch ein.
Keine Frage, Das kleine Gespenst (diesmal als Realfilm) wird sein Publikum finden.
Auch von Der Teufelsgeiger gab es eine Promo zu sehen, einige Damen im Publikum schrien verzückt auf, als sie hörten, dass David Garrett Paganini mimt.
Eine Wildcard ist sicherlich René Mariks Puppenfilm Sein oder nicht'n Gaage!.
Zum Schluss grüßte Ron Howard von der Leinwand, der zurzeit in Berlin Rush schneidet. Mich kann man mit der Formel 1 jagen, aber das gezeigte Promomaterial hat mich echt neugierig gemacht. Niki Lauda wird von Daniel Brühl und James Hunt von Chris Hemsworth dargestellt.

Wieder einmal eine bunte Mischung, die uns hier präsentiert wurde:

Heute bin ich blond: Marc Rothmund bleibt der Komödie treu, auch wenn die Story über eine junge Frau, die ihrer Krebserkrankung trotzt, auf den ersten Blick schwerer Tobak ist

Der Nächste bitte: das acht Minuten lange Promo beweist, dass die Franzosen immer amerikanischere Filme machen, so auch diese RomCom über eine junge Frau (Diane Kruger), die den erstbesten Trottel (Dany Boon) heiratet, weil sie glaubt, dass die erste Ehe in ihrer Familie immer unter einem bösen Stern steht. Lustiger Trailer!

Streetdance Kids 3D: der Titel ist Programm.

House at the End of the Street: spannender Thriller mit Shooting Star Jennifer Lawrence

Byzantium: Mutter-Tochter-Drama über den schwierigen Prozess des Erwachsenwerdens. Ödes Arthousekino? Nein, blutiger Vampirfilm von Neil Jordan, für den schon Brad Pitt die Eckzähne fletschte

The Crime: ein Cop-Thriller nach der Kult-TV-Serie Die Füchse

Broken City: endlich wieder ein im besten Sinne altmodischer Polit-Thriller mit Mark Wahlberg, Russell Crowe und Catherine Zeta-Jones

Machete Kills: die Fortsetzung, die von den Fans schon sehnsüchtig erwartet wird

Bait - Haie im Supermarkt (einem Tsunami sei dank) fressen ihre Opfer in 3D

Square One hatte einen Gaststar: Sebastian Koch, der ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderte, zum Beispiel von seinem Film Das Das Wochenende: alte Freunde treffen sich nach langer Zeit, einer davon saß 18 Jahre als RAF-Terrorist hinter Gittern; ein gut gespieltes Drama nach Bernhard Schlink

Sein letztes Rennen: ein Cheerie-Movie, wie man es vor allem aus England kennt; Dieter Hallervorden spielt (sehr, sehr gut!) einen Ex-Olympioniken, der noch einmal einen Marathon laufen will. Schöner Film.

Das kleine Gespenst: Realfilm nach dem Klassiker von Ottfried Preußler (quasi sein Geschenk zum 90. Geburtstag)

Der Teufelsgeiger: Paganinis Geschichte als aufwändiger Historienfilm mit Star-Violinist David Garrett in der Titelrolle.

Sein oder nicht’n Gaage!: René Marik spielt mit Handpuppen und macht nun seinen ersten Langfilm. Interessant, was im Internet alles Kultstatus erlangt

Rush: Ron Howards Film über die Rivalität zwischen James Hunt und Niki Lauda in den Siebzigern erfreut das Herz jedes Formel Eins-Fans; mit Daniel Brühl und Chris Hemsworth

Senator

Nach Trailern und Ausschnitten von A Late Quartet, The Master und einer Szene von The Sapphires, grüßten Josh Duhamel und Julianne Hough von der Leinwand, die die Hauptrollen in Lasse Hallströms Safe Haven spielen. Die gezeigten vier Szenen und der Trailer lassen eine der besseren Nicholas Sparks-Verfilmungen erwarten.
In Frankreich hat Ein Mordsteam mit bislang 2 Mio. Besuchern knapp 10 % von Ziemlich beste Freunde geschafft. Bei entsprechender Vermarktung könnte es auch bei uns für den Omar Sy-Film 10 % geben - der gezeigte Trailer und die gesehenen Szenen geben dies eindeutig her.
Trailer von Steven Soderberghs Side Effects und Stuck in Love mit Greg Kinnear folgten.
Danach gab es zwei Szenen von Miserere (La marque des anges) nach dem Roman von Jean-Christophe Grangé mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle, dem der sympathische Trailer zu Sandra Nettelbecks Mr. Morgan's Last Love mit Michael Caine folgte.
Diana Amft grüßte von der Leinwand, um das Musical Im weißen Rössl anzukündigen. Die Darsteller Armin Rohde und Edita Malovic kamen auf die Bühne.
Gleiches gilt für Helge Schneider, der erste Szenen aus 00 Schneider - Im Wendekreis der Eidechse vorstellte
Die letzten Gäste auf der Bühne waren Regisseur Dominik Graf, Florian Stetter, Hannah Herzsprung und Henriette Confurius, die Die geliebten Schwestern gemacht haben.
Als Goodie gab es den Sparks-Roman Wie ein Licht in dunkler Nacht.

Dank Ziemlich beste Freunde waren die Kriegskassen gut gefüllt, deshalb hatten sie viel zu präsentieren:

A Late Quartet: ein Streichquartett (mit u. a. Christopher Walken und Philip Seymor Hoffman) droht an Konflikten zu zerbrechen

The Master: Philip Seymor Hoffman und Joaquin Phoenix in einem Drama über einen charismatischen Sektenführer

The Sapphires: australische Musik-Komödie mit Aborigines-Sängerinnen (die entfernt an Dreamgirls erinnert)

Safe Haven: romantisch-spannende Nicholas Sparks-Verfilmung von Lasse Hallström

Ein Mordsteam: Omar Sy (aus Ziemlich beste Freunde) spielt diesmal einen Cop in einer rasanten Buddy-Komödie, die an bekannte US-Vorbilder erinnert

Side Effects: der neue Soderbergh mit Jude Law und Channing Tatum über fatale Medikamentennebenwirkungen; für die Fans von Contagion

Stuck in Love: ein Ensemblefilm über die Irrungen und Wirrungen der Liebe

Miserere: Grangé-Verfilmung mit Depardieu als Polizisten, der rätselhafte Morde aufklären und Alt-Nazis jagen muss

Mr. Morgan’s Last Love: verwitweter Professor (Michael Caine) lernt eine tolle, junge Frau kennen; Drama

Im weißen Rössl: Neu-Interpretation eines Klassikers des Heimatfilms mit Diana Amft in der Hauptrolle; klingt sehr schräg und ist es auch

00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse: lustiger Titel für die Komödie von und mit Helge Schneider

Die geliebten Schwestern: Dominik Grafs „Relevanzfilm“ über Schillers Liebesbeziehung zu zwei Schwestern als aufwändiges Kostümdrama

StudioCanal

Nach einer StudioCanal-Rolle ging es gleich spektakulär los mit den ersten zwanzig Minuten von The Flight.
Gegensätzlicher könnte der Trailer von Terrence Malicks To the Wonder nicht ausfallen.
Das Silver Linings-Duo Jennifer Lawrence und Bradley Cooper ist ein weiteres Mal in Susanne Biers Serena zu sehen, von dem es etwas Promomaterial gab.
Dem Trailer zu Mademoiselle Populaire (1,2 Mio. Besucher in Frankreich) folgten vier Minuten aus Caroline Links Exit Marrakech, die die Oscarpreisträgerin persönlich auf der Bühne präsentierte.
Nach dem Trailer zu The Place Beyond the Pines gab es Promomaterial von Der Schaum der Tage - wie es sich für Regisseur Michel Gondry gehört, wieder mit seinem ganz eigenem visuellen Stil geprägt.
Zweiter Höhepunkt der Tradeshow waren sicherlich die zwei Szenen aus Das hält kein Jahr...!, das Regiedebüt von Dan Mazer (Sacha Baron Cohens Partner in Crime). Der größte Saal im Mathäser tobte vor Lachen und ein Erfolg á la Ted, Vier Hochzeiten und ein Todesfall und American Pie kann nicht ausgeschlossen werden.
Zum Abschluss gab es einen Teaser von Die Tribute von Panem - Catching Fire, der allerdings keine Filmszenen enthielt. Als Goodie gab es passenderweise die DVD des ersten Films.

Insgesamt eine schöne Mischung – aber ehrlich gesagt habe ich ein wenig den Horrorfilm vermisst, den es früher immer gab…

The Flight: die ersten zwanzig Minuten hauen einen schlichtweg um; nichts für Leute mit Flugangst

To the Wonder: Terence Malicks poetische Meditation über die Liebe ist sicherlich nicht für alle Kinogänger was

Serena: ein neues, emotionsgeladenes Drama von Susanne Bier über eine Ehe auf dem Prüfstand

Mademoiselle Populaire: ein fast schon amerikanisches Cheerie-Movie über eine Frau, die in den Fünfzigern einen Schreibmaschinenschreibwettbewerb gewinnen will

Exit Marrakech: der neue Film von Caroline Link, die ihn persönlich vorgestellt hat, erzählt von einem Vater-Sohn-Konflikt, der auf einer Reise nach Marokko ausbricht

The Place Beyond the Pines: Ryan Gosling wird in diesem Drama aus Liebe zu seinem Sohn zum Bankräuber

Der Schaum der Tage: witzig-romantisch-verspielte Verfilmung des Kultbuchs von Boris Vian von Kinomagier Michel Gondry. Toll!

Das hält kein Jahr...!: Harry und Sally meets The Inbetweeners; schreiend komische, britische Komödie über die Fallstricke am Anfang einer Ehe – kam am besten an und hinterließ nur lachende Gesichter. Unbedingt anschauen!

20th Century Fox

Nach einer spektakulären Fox-Rolle wurde erst einmal ein Bogey an Dan Maag, den Produzenten von Schlussmacher überreicht.
Dem Trailer zu Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern folgten Promorollen von Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen und Wolverine - Weg des Kriegers. Danach gab es Lincoln (Trailer), Hitchcock (Trailer & Promorolle) und Stoker (Trailer).
Ein Schwerpunkt waren natürlich die Animationsfilme. Neben einigen bezaubernden Szenen von Epic  - Das verlorene Königreich gab es auch jeweils zehn Minuten aus den DreamWorks-Filmen Die Croods und Turbo.
Von Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben gab es den Trailer und Promomaterial zu sehen, Sebastian Koch betrat zum zweiten Mal an diesem Tag die Bühne des Mathäsers. Als Goodies gab es DVDs von Stirb langsam 4.0 und Ice Age 4.

Dazwischen gab es natürlich Neues von den Fox Partnern:

Nach einer Splendid-Rolle (der Indie hat bislang mehr Hits verbucht, als man gedacht hat), kam Regisseur Wolfgang Groos auf die Bühne, der erste Szenen aus Wenn Inge tanzt vorgestellt hat. Dem Trailer von The Last Stand folgten Ausschnitte aus Arnold Schwarzeneggers nächstem Actioner Ten, der da noch ein bisschen Action drauflegt. Robert Rodriguez und Frank Miller grüßten von der Bühne, aber Szenen aus Sin City 2 - A Dame to Kill for gab es nicht zu sehen. Von I, Frankenstein gab es nur Concept Art zu sehen.

Majestic stellte dieses Jahr nur einen Film vor, nämlich Feuchtgebiete, Majestic Chef Benjamin Herrmann und Produzent Peter Rommel verkaufen die Charlotte Roche-Verfilmung als deutschen Trainspotting und die gezeigten 2 1/2 Minuten scheinen dies zu bestätigen.

Von Prokino gab es den Teaser von Lasse Hallströms Der Hypnotiseur und Promomaterial von Richard Linklaters Before Midnight, dem Abschlussfilm der Julie Delpy/Ethan Hawke-Trilogie.

Mychael Bergs Unruhestand ist bereits wieder beendet, denn er kehrte zurück, um gewohnt lässig durch das Programm der Splendid Film zu führen. Sein Nachfolger machte seine Sache aber ebenfalls sehr gut und präsentierte das umfangreiche Programm, das von kleinen Einspielern unterbrochen wurde, die uns verrieten, was hinter der Bühne passierte (bizarre Vorbereitungen mit Strömen von Alkohol und leichten Mädchen – wir haben es schon immer gewusst!)

Die Bestimmer – Kinder haften für ihre Eltern: die 80er Jahre-Stars Bette Midler und Billy Chrystal in einer charmanten, überdrehten Komödie über Großeltern und ihre frechen Enkel

Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen: der zweite Teil der Fantasy-Reihe macht große Lust auf mehr

Wolverine – Weg des Kriegers: inhaltlich schließt er an X-Men III an, ist aber ein ganz eigenständiges Abenteuer des Klauenmannes im Fernen Osten

 

SPLENDID:

Wenn Inge tanzt: der Titel lässt auf eine Oma-Komödie schließen, aber das täuscht, denn es geht um eine Teenie-Band

The Last Stand: Schwarzenegger als Sheriff in altbekannter Action-Manier (aber mit viel Sinn für Selbstironie), das wird bleilastig

Dazu gab es kleine Ausschnitte und Bilder aus I, Frankenstein, Ten (erneut mit Schwarzenegger, der es wohl noch einmal wissen will) und A Dame to Kill for (die Fortsetzung von Sin City wurde u. a. von Frank Miller präsentiert, der dermaßen neben der Spur war, dass man seine helle Freude daran hatte).

 

MAJESTIC präsentierte nur einen Film, aber was für einen:

Feuchtgebiete: der Film zum Buch zum Skandälchen, der einmal mehr beweist, dass ein erfolgreiches Buch anscheinend unbedingt verfilmt werden muss. Die ersten Ausschnitte wirkten eher experimentell, da muss man abwarten, was noch kommt.

 

PROKINO zeigte uns:

Der Hypnotiseur: der fleißige Lasse Hallström beschert uns einen hochspannenden Thriller aus Schweden

Before Midnight: der dritte und letzte Teil der Before-Filme von Richard Linklater mit Julie Delpy und Ethan Hawke

 

Weiter ging es dann bei der Fox:

Lincoln: wie viele Oscars wird er wohl abräumen?

Hitchcock: Anthony Hopkins als master of suspense bei den Dreharbeiten zu Psycho. Helen Mirren spielt seine Frau – großartiges Kino!

Stoker: Drama über eine Familie und ihr großes Geheimnis mit tollem Look, aber ein wenig unübersichtlicher Handlung

Epic – Das verlorene Königreich: eine junge Frau entdeckt, dass es winzige Krieger gibt, die einen Wald vor dem Bösen schützen, und wird selbst versehentlich geschrumpft. Animationsspaß.

Die Croods: auch ein Animationsfilm über eine rebellische Teenagerin und ihre schwierige Familie – in der grauen Vorzeit; eine wilde und interessante Mischung aus Familie Feuerstein, Die Reise zum Mittelpunkt der Erde und Avatar

Turbo: Speedy Gonzales kann sich warm anziehen, denn hier kommt Turbo, die schnellste Schnecke der Welt

Das Beste kam zuletzt:

Stirb langsam – ein guter Tag zum Sterben: die lang erwartete Fortsetzung der Die Hard-Reihe, in der Bruce Willis den Stab an seinen Filmsohn weitergibt; viel Krach, viel Bumm, wie man es erwarten darf

TAG 3

Mark G.

Pi-Jay

Concorde

Concorde muss den Twilight-Filmen nicht hinterher weinen, wenn man sich die aktuelle Staffel so ansieht. Doch zum letzten Mal (?) gab es erst einmal eine Goldene Leinwand und Bogey für Breaking Dawn 2.
Den Anfang machten drei deutsche Produktionen:
Regisseur Gregor Schnitzler und Hauptdarsteller Maximilian Brückner stellten längere Ausschnitte aus Spieltrieb vor, eine Art deutscher Eiskalte Engel.
Für die zweite Literaturverfilmung Der Geschmack von Apfelkernen kamen Produzentin Uschi Reich, Regisseurin Vivian Naefe und Hauptdarstellerin Hannah Herzsprung auf die Bühne, eine Promorolle brachte uns die Familiensaga näher.
Fast schon eng auf der Bühne wurde es bei Rubinrot, denn neben Regisseur Felix Fuchssteiner waren auch noch die Darsteller Maria Ehrich, Josefine Preuß, Kostja Ullmann, Veronika Ferres, Florian Bartholomäi und Jannis Niewöhner anwesend. Neben einem Anti-Handy-Spot gab es auch noch umfangreiche Szenen aus der Bestseller-Verfilmung zu sehen.
Es folgten Trailer von The Impossible, Warm Bodies (besonders viel Applaus), Get the Gringo, Nachtzug nach Lissabon, Mitternachtskinder, Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe.
Sally Potters Ginger & Rosa, Andrew Niccols Seelen, Iron Man III, The Big Wedding, Robert Redfords The Company You Keep und Gambit wurden natürlich ebenso vorgestellt.
Nicht auf dem Radar hatte ich Now You See Me, der sehr vielversprechend aussieht, zudem gab es den allerersten Trailer von R.E.D. 2 - ich könnte Helen Mirren ewig beim Rumballern zusehen.
Als Goodie gab es die Doppel-BluRay von Iron Man 1 & 2.

Die Concorde hat heuer eine sehr ausgewogene und qualitativ hochwertige Staffel – da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Spieltrieb: elegante Verfilmung des Romans von Juli Zeh mit Maximilian Brückner als Lehrer, der von zwei Schülern erpresst wird

Der Geschmack von Apfelkernen: ein generationenübergreifendes Familiendrama von Vivian Naefe mit Hannah Herzsprung in der Hauptrolle

Rubinrot: Die Romanreihe ist bei den Teenagern Kult; Zeitreisen-Romanze für das Twilight-Publikum

The Impossible: spannender und berührender Film über eine Familie, die dem Tsunami von 2004 zum Opfer fällt und sich in den Wirren danach wiederfinden muss

Warm Bodies: eine erfrischende Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mädchen und einem überraschend romantischen Zombie; sieht großartig aus und ist nicht nur für Horrorfans

Nachtzug nach Lissabon: Bestsellerverfilmung mit Jeremy Irons

Get the Gringo: Mel Gibson in einem brutalen, aber auch witzigen Actionfilm

Mitternachtskinder: Salman Rushdies Epos über die Unabhängigkeit von Indien und Pakistan, erzählt anhand der Lebensgeschichte zweier, bei der Geburt vertauschter Jungen

Beautiful Creatures: Coming of age-movie, das von magisch begabten Teenagern handelt, die sich zwischen Gut und Böse entscheiden müssen; Die Zauberflöte für Teenager (aber ohne Gesang)

Ginger & Rosa: zwei junge Frauen im London der Swinging Sixties entdecken die Lust am Leben

Seelen: Stephanie Meyer beschäftigt sich diesmal mit einer Alien-Body-Invasion

Iron Man 3: von den Fans sehnsüchtig erwartet

The Big Wedding: Robert de Niro leidet in dieser Komödie als Vater der Braut unter den Frauen in seinem Leben (Diane Keaton, Susan Sarandon und Katherine Heigl)

Gambit: die Coens liefern diesmal ein Heist-Movie ab mit Colin Firth und Cameron Diaz in den Hauptrollen; wie gewohnt schräg und lustig

The Company You Keep: raffinierter Politthriller mit Robert Redford

Now You See Me: Fantasy-Thriller über Bühnenmagier in Las Vegas, die gleichzeitig in Paris eine Bank ausrauben – ist hier wirklich Magie im Spiel oder das Ganze eine geschickt eingefädelte Täuschung? Sieht spannend aus.

R.E.D. 2: scheint genauso so toll und lustig wie der erste Teil zu sein.

Paramount

Auch von Paramount gab es erst einmal eine Highlight-Rolle und eine Goldene Leinwand für Madagascar 3.
James Cameron grüßte von der Leinwand und stellte zwei Clips aus seiner Cirque du Soleil-Produktion Traumwelten vor.
Nach dem Trailer gab es zwei Szenen aus Hänsel und Gretel - Hexenjäger zu sehen, pikanterweise spielte sich das Geschehen in einem (fiktiven) Augsburg ab. Die flotten Sequenzen waren weit splatteriger, als ich es erwartet hatte.
Auch von G.I. Joe - Die Abrechnung gab es den Trailer und zwei Szenen zu sehen - keine Frage, das Ding wird sicherlich erfolgreicher als Nr. 1.
Nach dem Trailer von Unterwegs mit Mum gab es die ersten neun Minuten aus Star Trek Into Darkness zu sehen, meinem persönlichen Heiß-Auf-Film des Jahres. Ich kann noch immer nicht glauben, dass das Gezeigte neun Minuten lang war - es fühlte sich eher wie zwei Minuten an.
Nach dem Trailer von World War Z gab es auch hier die ersten sieben Minuten zu sehen, die ebenfalls ein extrem flottes Tempo an den Tag legten.
Es folgte der Trailer zu Michael Bays Pain & Gain und überraschenderweise auch erste Teaser von Jack Ryan und Darren Aronofskys Noah.
Als Goodie gab es die DVD von Star Trek und ein Hänsel & Gretel-Lebkuchenherz.

Danach stellte Jörg Winners den Märchenfilm Aschenbrödel und der Gestiefelte Kater vor, der als Mitmachkino á la Rocky Horror Picture Show konzipiert wurde.

Sven Sturm legte in seiner Moderation beinahe mehr Kostümwechsel hin als Madonna auf ihrer letzten Tour, um für jeden Film passend gekleidet zu sein.

Cirque du Soleil – Traumwelten: Doku von James Cameron über verschiedene Shows des Cirque du Soleil (Love, Elvis u. a.) mit wunderschönen Aufnahmen.

Hänsel und Gretel – Hexenjäger: märchenhafter und rasanter Action-Fantasy-Film, der das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm auf den Kopf stellt

G.I. Joe 2: wird bestimmt besser laufen als Teil 1, denn er hat mehr Action und Bruce Willis

Unterwegs mit Mum: Barbra Streisand als anstrengende Mutter von Jonah Hill – amüsantes Road Movie

Star Trek – Into Darkness: schon der Trailer machte große Lust auf den zweiten Teil – die ersten neun Minuten versprechen so viel Gutes, dass die Zeit bis zum Start noch verdammt lang werden wird…

World War Z: absolut atemberaubende Eröffnungssequenz; der Film von Marc Forster hat das Zeug, zum Klassiker des Genres zu werden

Pain & Gain: zwei Bodybuilder (Mark Wahlberg und Dwayne the Rock Johnson) entführen einen reichen Mann und kassieren Lösegeld, doch ihr Opfer lässt Jagd auf sie machen; klingt schräg, basiert aber auf einer wahren Begebenheit

Jack Ryan: ein weiterer Versuch, das Tom Clancy-Franchise neu zu beleben

Noah: bildgewaltiges Bibel-Epos mit Russell Crowe

 

Kurz vor der Pause präsentierten Martin Molgedey und Jörg Winners von MM MEDIA ihr ungewöhnliches Kinderfilm-Projekt: Kino zum Mitmachen und Mitsingen für Kinder von ca. 4 bis 8 Jahren. Wenn alle Kindergartenkinder wie meine beiden Nichten sind, wird das ein Bombenerfolg, denn die lieben Filme, gehen gerne ins Kino und singen für ihr Leben gern.

Central/Wild Bunch/DCM

Central Film vertreibt für Arsenal die Biographie Renoir und für Summiteer den Familienfilm Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte. Von beiden Filmen gab es erste Ausschnitte zu sehen.

Danach kam der Wild Bunch-Block (ebenfalls über Central), der mit zwei Szenen und dem Trailer von Wong Kar-Weis exzellent fotografierten The Grandmaster begann.
Der dänische Die Jagd bietet laut Trailer ein spannendes Drama, Dead Man Down einen Rache-Thriller.
Der kontroverse Spring Breakers wurde mit einem Promoreel und längeren Szenen vorgestellt.
Vom ersten Kinofilm des Comedy-Anarchisten Rémi Gaillard gab es noch nichts zu sehen, dafür ein Best-Of seiner witzigsten Videos.

Der unabhängige Verleih DCM (ehemals Delphi) punktete mit Dustin Hoffmans Regiedebüt Quartett, dem Indie Celeste + Jesse und dem norwegischen Überblockbuster und Oscar-Kandidat Kon-Tiki.
Von allen drei Filmen gab es die Trailer und längere Sequenzen zu sehen.

CENTRAL

Renoir: französisches Biopic über Auguste Renoir

Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte: schön fotografierter und origineller Märchenfilm.

 

WILD BUNCH

Auch hier gab es wie jedes Jahr Kostümwechsel zu jedem Film! Und zusätzlich eine Kung Fu-Nummer zu…

The Grandmaster: der neue Film von Wong Kar-Wei ist ein poetisches, elegant gefilmtes Martial-Arts-Action-Drama; für Fans (ich freue mich schon jetzt drauf)

Die Jagd: das starke Drama vom Regisseur von Das Fest über die zerstörerische Kraft von Gerüchten beweist einmal mehr, dass die Skandinavier die spannendsten Filme machen

Dead Man Down: bildgewaltiger Rache-Thriller

Spring Breakers: vier Mädels wollen in den Ferien die Sau rauslassen und verdienen das Geld für ihre Sause mit Überfällen – was bekanntlich nie gut ausgeht; James Franco in seiner krassesten Rolle, und da Selena Gomez und Vanessa Hudgens mitspielen, sind die Teenies schon ganz heiß auf den Film.

 

DCM

Quartett: Dustin Hoffmans Regiedebüt über pensionierte Opernstars, die mit einer Gala ihren Ruhesitz erhalten wollen, lebt vor allem von Maggie Smith und ihren bissigen Dialogen.

Celeste & Jerry: eine RomCom der etwas anderen Art, denn die Titelhelden wollen sich scheiden lassen, gleichzeitig aber beste Freunde bleiben, was natürlich für Komplikationen und Liebeswirren sorgt

Kon-Tiki: Thor Heyerdahls legendäre Expedition als spannender Spielfilm; ein Über-Hit in Norwegen.

Sony

Der Sony-Best-Of-Rolle folgten Goldene Leinwände und der Bogey für Skyfall, dem umsatzstärksten Sony-Film aller Zeiten.
Nach Grußworten von Quentin Tarantino und Christoph Waltz gab es zwei unterhaltsame Szenen aus Django Unchained zu sehen.
Nichts für sensible Gemüter ist das Tanz der Teufel-Remake Evil Dead und sicherlich auch Carrie, die mit dem Trailer bzw. Teaser vorgestellt wurden.
Dem Tanzfilm Battle of the Year (Trailer) folgte ein Bericht über das One Direction-Phänomen, von dem es im September einen 3D-Konzertfilm geben wird.
Nach dem Grußwort von Adam Sandler gab es den ersten Trailer zu Kindsköpfe 2, der sicherlich erfolgreicher sein wird als seine letzten Komödien.
Dem Trailer von Das ist das Ende folgten erste Momente aus Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 und der erste Trailer von Die Schlümpfe 2.
Dem Trailer von After Earth folgten Grußworte von Roland Emmerich, leider gab es aber nichts von White House Down zu sehen.
Zu guter Letzt gab es einen ausgedehnten Blick auf Elysium, dem neuen Film des District 9-Regisseurs, der auch noch Starpower mit Matt Damon und Jodie Foster bietet und sicherlich sein Publikum finden wird.

Im Augenblick ist natürlich Django Unchained der alles beherrschende Film, von dem es entsprechend einige Szenen sowie ein Grußwort von Quentin Tarantino sowie Christoph Waltz gab. Aber auch sonst sieht die Staffel nicht schlecht aus:

Evil Dead: Remake von Tanz der Teufel in moderner Splatteroptik

Carrie: ein weiteres Horror-Remake mit vielversprechenden ersten Bildern

Battle of the Year: 3D-Tanzfilm über einen internationalen Wettbewerb

One Direction: Konzertfilm der beliebten Boy Band

Kindsköpfe 2: geht genauso albern weiter; viele Fans warten schon darauf

Das ist das Ende: ein sehr schräger Endzeitfilm von und mit James Franco und Seth Rogen

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2: der amerikanische Untertitel (Revenge of the Leftovers) ist einfach herrlich!

Die Schlümpfe 2: in der Fortsetzung kommen nun die Lümmel dazu – die bösen Schlümpfe gewissermaßen

After Earth: bildgewaltiger Science Fiction-Action-Film mit Will Smith und seinem Sohn Jaden, der auf der postapokalyptischen Erde spielt

Elysium: komplex-komplizierter Science Fiction mit Matt Damon und Jodie Foster

Constantin

Nach einer Constantin-Best-Of-Rolle grüßte DreamWorks-Chefin Stacey Snyder von der Leinwand, die sich auf die fünfjährige Zusammenarbeit mit Constantin freut. Als erste Filme des Deals wurden Delivery Man (das Remake von Starbuck) und The 5th State (der WikiLeaks-Film) angekündigt.
Dem Trailer zu 3096 Tage folgten Fünf Freunde 2 (Trailer) und eine Promorolle von Katja von Garniers Ostwind - sicherlich zwei weitere Hits für die erfolgsverwöhnte Samfilm.
Promomaterial zu Parker (Statham & Lopez), Shootout - Keine Gnade (Stallone) und der Trailer von Scary Movie 5 und ein Movie 43-Teaser folgten. Vom letztgenannten Episodenfilm wurde wenig später die Episode mit Hugh Jackman und Kate Winslet gezeigt, die den Saal zum Beben brachte. Tosendes Nonstop-Gelächter begleitete die Episode, die an eine frivole Variante der Loriot-Sketche Die Nudel und Maske? erinnerte.
Eine weitere Twilight-Nachfolge-Hoffnung ist sicherlich Chroniken der Unterwelt, von dem der Trailer zu sehen war.
Sympathisch kam die Promorolle von Da geht noch was rüber, der Komödie mit Florian David Fitz und Henry Hübchen.
Charlotte Roche warb auf der Leinwand für die Verfilmung von Schoßgebete, dessen Dreharbeiten aber erst noch beginnen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich Harrison Ford noch einmal im Weltraum sehe, aber Gavin Hoods (der auch von der Leinwand grüßte) Bestsellerverfilmung Ender's Game macht's möglich. Die Promoszenen sahen auf jeden Fall schon mal sehr aufwändig aus.
Constantins diesjähriger Animationsfilm ist Tarzan, von dem es sehr professionell animierte 5 Minuten zu sehen gab.
Danach gab es einige Minuten von Walking with Dinosaurs zu sehen, der natürlich auch ein wenig an den Disney-Film aus dem Jahr 2000 erinnert.
Den Abschluss bildete ein Pre-Teaser von Fack ju Göhte, dessen Dreharbeiten ebenfalls erst noch beginnen.
Danach lud die Constantin zur Party, auf die wir allerdings verzichteten.

Wie auch bei anderen Verleihern gab es hier ein öffentliches Bekenntnis zum deutschen Film, den man in seiner Existenz gefährdet sieht – mehr dazu im Fazit. Dabei besteht dazu kein Grund, wie schon der erste, vorgestellte Film beweist:

3096 Tage: nach den ersten Bildern zu urteilen, wurde die aufwühlende und spannende Geschichte von Natascha Kampbusch sensibel und gekonnt umgesetzt; sicherlich eines der Highlights des deutschen Films in 2013

Fünf Freunde 2: zweiter Kinderfilm nach Motiven der beliebten Buchreihe von Enid Blyton

Ostwind: ein Mädchen und ein Pferd, dazu mit Katja von Garnier eine tolle Regisseurin, das schreit geradezu nach einem Hit und sieht richtig gut aus

Parker: Jason Statham und Jennifer Lopez in einem Action-Drama

Shootout – keine Gnade: der Titel ist Programm, besonders wenn Sylvester Stallone mitspielt; brutale Action, aber auch staubtrockene Dialoge – genau wie die Fans es mögen

Scary Movie 5: bei den vielen Horrorfilmen fällt es leicht, eine Parodie auf sie zu schreiben; diesmal werden vor allem die Paranormal Activity-Movies auf die Schippe genommen

Movie 43: Episoden-Klamotte mit Hollywoodstars; die gezeigte Episode kam jedenfalls unheimlich gut an und erinnerte ein wenig an Loriots Nudel-Sketch, nur ungleich derber; wahrscheinlich kann niemand, der das gesehen hat, mit ernstem Gesicht Hugh Jackmans nächsten Filmauftritt verfolgen…

Chroniken der Unterwelt – City of Bones: ein neues Franchise über jugendliche Dämonenjäger, das auf einer bekannten Vorlage basiert; spannend und düster

Da geht noch was: launige Komödie mit Florian David Fitz und Henry Hübchen; ganz nett, aber in punkto Humor geht da auch noch was…

Schoßgebete: charmante Werbung von Charlotte Roche, mal abwarten, was daraus wird

Ender’s Game: aufwändiger Science Fiction Film über eine Alien-Invasion mit tollen Bildern

Tarzan: die Neuadaption des Klassikers als CGI-Film ist so gut gemacht, dass sie handwerklich durchaus mit internationalen Produktionen mithalten kann

Walking with Dinosaurs: die Story eines Dino-Babys, das im Urwald verloren geht, erinnert ein wenig an die alten Disney-Tierfilme; süß und charmant

Fack ju Göhte: der Pre-Teaser verrät eigentlich nichts, außer dass das Resultat aussieht wie ein rotzfrecher Kommentar zur Bildungsdebatte; von den Türkisch für Anfänger-Machern

TAG 4

Mark G.

Pi-Jay

Universal

Nach einer Universal-Best-Of-Rolle kam Produzent Douglas Welbat auf die Bühne, der nicht nur einen Starttermin (30.1.14)  für den CGI-Animationsfilm Der 7bte Zwerg - natürlich mit der Stimme von Otto Waalkes - sondern auch einen animierten Anti-Handy-Spot mitbrachte.
Dem Trailer von Jurassic Park 3D folgten sehr unterhaltsame Szenen aus Ich - Einfach unverbesserlich 2 - ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Fortsetzung erfolgreicher als das Original sein wird.
Wenn wilde Kerle von Fahrrädern auf Go-Karts umsteigen, dann ist das Ergebnis V8 - Du willst der Beste sein des WK-Regisseurs Joachim Masannek, der zusammen mit Produzent Christian Becker auf die Bühne kam und den Teaser sowie vier Minuten des Films präsentierte.
Richard Curtis grüßte von der Leinwand und stellte seine neue RomCom About Time vor, von der wir zwei Szenen sehen durften.
Nach dem Trailer gab es einen Song aus Les Misérables, der eindrucksvoll bewies, warum das Musical 8 Oscar-Nominierungen erhielt.
Es folgten Promised Land (Trailer) und Zero Dark Thirty (Trailer + Szene).
Robert Schwentke grüßte von der Leinwand und stellte seinen R.I.P.D. vor, eine Graphic Novel-Verfilmung, die ich bislang nicht auf dem Radar hatte. Jeff Bridges und Ryan Reynolds jagen als tote "Ghostbusters" andere übernatürliche Wesen und Bestien.
Nach dem Mama-Trailer überbrachte uns auch Chloe Moretz Grußworte, die natürlich wieder in Kick-Ass 2 für Furore sorgt.
Von dem Tom Cruise-Blockbuster Oblivion gab es Promomaterial und den Trailer zu sehen, der Sommer beginnt diesmal im April.
Simon Pegg und Nick Frost grüßten von der Leinwand (eigentlich humpfte Nick Frost nur), leider gab es noch keine Szenen zu The World's End, dem Abschlussfilm ihrer Edgar Wright-Trilogie (nach Shaun of the Dead und Hot Fuzz).
Judd Apatow, seine Frau Leslie Mann und Paul Rudd grüßten von der Leinwand, um Immer Ärger mit 40 vorzustellen, von dem auch ein längerer Ausschnitt zu sehen war.
Die Trailer von Voll abgezockt und Hanni & Nanni 3 folgten.
Produzent Wolf Bauer und Regisseur Philipp Stölzl kamen auf die Bühne, um Der Medicus zu präsentieren. Sie zeigten uns knappe 6 Minuten der €30 Mio.-Produktion (eine rein deutsche Produktion), und das Budget ist in jedem Bild zu sehen. Als Starttermin wurde der 25. Dezember festgelegt.
Bevor eine weitere Best-Of-Rolle Universals die Tradeshow und die MüFiWo abschloss, grüßte The Rock von der Leinwand und es folgten die ersten Szenen aus Fast & Furious 6, der da anknüpft, wo der Vorgänger aufgehört hat.

Angekündigt wurde eine „demokratische Tradeshow“, auf der man mitbestimmen könne, was gezeigt wird. Dazu sollten wir Armbänder mit Motiven aus Ich - einfach unverbesserlich anlegen, die später funkgesteuert eingeschaltet wurden und mit blinkenden LED-Lichtern den Saal illuminierten. Sah toll aus, ein bisschen wie bei einem Rockkonzert, aber über das Programm mitbestimmen durften wir dann trotzdem nicht – sonst hätten wir bestimmt viel, viel mehr von Ich einfach unverbesserlich 2 sehen wollen…

Jurassic Park 3D: 20 Jahre nach dem Start kehren die Saurier in 3 D zurück und sehen so frisch aus wie am ersten Tag

Ich einfach unverbesserlich 2: hat das Zeug, der erfolgreichste Animationsfilm in diesem Jahr zu werden

V8 – Du willst der Beste sein: die Macher der Wilden Kerle haben ein Abenteuer-Cheerie-Movie über halbwüchsige Rennfahrer gedreht

About Time: Richard Curtis (Notting Hill) macht witzige Filme, dies ist sein neuester Streich, es geht um einen Mann, der als Zeitreisender zu bestimmten Momenten in seinem Leben zurückkehren kann

Les Misérables: das Erfolgsmusical als Erfolgsfilm; den Song aus einer der gezeigten Szenen hatte ich noch den ganzen restlichen Tag im Ohr…

Promised Land: Matt Damons Beitrag zur Fracking-Debatte, die auch bei uns aktuell ist

Zero Dark Thirty: das neue Meisterwerk von Katherine Bigelow über die Jagd auf Osama bin Laden

R.I.P.D.: Jeff Bridges und Ryan Reynolds machen in dieser Comicadaption Jagd auf übernatürliche Wesen; Mischung aus Men in Black, Death Valley und Ghostbusters

Mama: Horrorfilm von Guillermo del Toro produziert über den beschützenden Geist einer toten Mutter

Kick Ass 2: der erste Teil war schon irre und überdreht, aber der zweite legt noch eins drauf und sieht dabei sogar besser aus

Oblivion: Tom Cruise räumt die kaputte Erde auf und legt sich dabei mit Monstern an; toller Look, viel Action und ein Geheimnis machen Lust auf mehr

The World’s End: Simon Pegg und Nick Frost haben wieder einen Film gemacht, Ausschnitte gab es leider nicht, aber dafür ein witziges Grußwort, sehen wollen es ihre Fans allemal

Immer Ärger mit 40: Judd Apatows neue Komödie über ein Paar, dessen Ehe in die Jahre gekommen ist

Voll abgezockt: Jason Bateman jagt Melissa McCarthy, die seine Identität gestohlen hat; handfeste Komödie à la Stichtag oder Brautalarm

Hanni & Nanni 3: neue Streiche von den beliebten Mädels

Der Medicus: Noah Gordons Erfolgsroman kommt endlich auf die große Leinwand – als deutsche Produktion; sah großartig aus und wird sicherlich ein Erfolg – leider müssen wir bis Weihnachten warten

Fast & Furious 6: wer die ersten fünf Teile mochte, wird auch diesmal von der Action begeistert sein

FAZIT

Keine Frage, 2013 sah auf dem Papier schwächer als 2012 aus, deswegen war es so wichtig, bei der MüFiWo Filme zu entdecken, die man vorher nicht auf dem Radar hatte. Und tatsächlich wurde man da auch fündig und kann der Bilanz des laufenden Jahres ein bisschen lockerer entgegen sehen.

Trends sind schnell ausgemacht: Noch nie wird die Welt so oft zerstört wie in 2013, Komödien werden definitiv derber und der deutsche Film wird sicherlich beim Marktanteil zulegen (auch wenn er nach wie vor von Literaturverfilmungen dominiert wird). Zudem gibt es ein Comeback von SF- und Fantasy-Filmen.

Die perfekt organisierte Tradeshow im Münchner Mathäser bot viele Stars, viele Filmausschnitte und viel Optimismus. Besonders häufig wurde die FFA in Schutz genommen, dies hat aber weniger mit Pi-Jays Der deutsche Film - Baut mehr Autos! zu tun, als mit großen Kinoketten, die gegen die FFA-Abgabe (2,5 % eines jeden Kinotickets) klagen wollen.

 

Schmerzlich vermisst wurde natürlich das abschließende Mittagessen im Lenbach Palais.

Auf diesem Wege möchte ich mich natürlich auch wieder für die vielen netten Gespräche mit Filmverleihern und Kinokollegen bedanken, schließlich ist die Münchner Filmwoche nicht nur eine Ansammlung von Tradeshows, sondern auch ein Branchentreff, bei dem der Meinungsaustausch groß geschrieben wird. Gerade diese Gespräche mit netten Menschen und Kollegen, die man viel zu selten sieht, haben dazu geführt, dass auch meine 27. MüFiWo wieder die Reise nach München wert war...

Aufgefallen: Bruce Willis ist diesmal in jedem gefühlten zweiten Film zu sehen und macht Rabatz, und wenn er einmal nicht besetzt wurde, tauchen garantiert Philip Seymour Hoffman oder James Franco auf…

Außerdem geht ständig die Erde unter (Pacific Rim, World War Z, Das ist das Ende, World’s End, After Earth, Ender’s Game und Oblivion), obwohl wir Weihnachten gerade erst einen Weltuntergang hinter uns gebracht haben. Erfreulich ist, dass es in diesem Jahr mehr Thriller und Actionfilme gibt, zwei Genres, die durch die vielen Superhelden-Comicverfilmungen ein wenig ins Hintertreffen geraten waren.

 

Entdeckt: Das hält kein Jahr…! war die Entdeckung schlechthin, und der Film hat durchaus Chancen, zum Hit zu werden. Überraschend war die Qualität von einem deutschen Film: Sein letztes Rennen sieht aus, als hätten die Briten den Film gedreht, und Dieter Hallervorden beweist, dass er ein richtig guter Schauspieler sein kann. Auch Ostwind und 3096 Tage sahen beide sehr gut aus und dürften ihr Publikum finden.

 

Thema: Überhaupt wurde viel über den Zustand des deutschen Films geredet. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu hören, dass Kulturstaatsminister Bernd Neumann im Zorn sogar die Existenz der FFA infrage gestellt haben soll, weil einige Kinoketten gegen die FFA-Abgabe klagen. Schützenhilfe erhielt er diese Woche von mehreren Verleihern, die bekräftigt haben, wie wichtig der deutsche Film für ihr Geschäft ist, wobei die Bösen in dieser Geschichte natürlich jene Kinoketten sind, die vor Gericht gezogen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mit ihrem Vorhaben Erfolg haben werden, aber die Vehemenz, mit der gegen die vermeintlichen Spielverderber gewettert wird, zeigt nur, wie prekär die Situation tatsächlich ist.

Aufgrund meines Artikels geriet ich gleich mit in den Verdacht, den deutschen Film abschaffen zu wollen (auch wenn diese Äußerung eher ironisch gemeint war), daher kann ich nur empfehlen, meinen Beitrag zum Thema sorgfältig zu lesen. Der deutsche Film hat ein ernstes Problem sowohl in seiner Wahrnehmung als auch in seiner Marktfähigkeit, und selbst die Constantin hat festgestellt, dass 2012 „kein gutes Jahr für den deutschen Film“ war. Ich kenne niemanden, der mit dem System, wie es jetzt ist, zufrieden wäre. Viele Regisseure, Schauspieler, aber auch Produzenten und Verleiher, mit denen ich gesprochen habe, wünschen sich eine Veränderung. Es fehlt nur leider am Willen, die Probleme überhaupt anzupacken (manche weigern sich sogar hartnäckig, sie zu sehen), und daran wird sich auch 2013 nichts ändern.

MARK G. & PI-JAY BEI DER MÜNCHNER FILMWOCHE 2013

 

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